Inhalt
Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
erfährt derzeit viel Aufmerksamkeit, wobei sie eigentlich eine
Selbstverständlichkeit sein sollte. Im Sinne einer personenzentrierten
Versorgung erscheint das gemeinsame Zusammenarbeiten aller am
Versorgungsprozess beteiligten Professionen als unabdingbar. Dennoch
wird deutlich, dass Interprofessionalität noch nicht
flächendeckend erfolgt. (1, 2) Interprofessionelle Lehre gilt als ein
Schlüssel, um die effektive Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen in
der Versorgungspraxis zu verbessern. (3) Neben dem Nutzen für die zu
versorgenden Personen kann eine gelingende interprofessionelle
Zusammenarbeit auch für die Mitarbeitenden gewinnbringend
sein, da hierdurch die Zufriedenheit verbessert werden kann. (4) Für eine
gelingende interprofessionelle Zusammenarbeit bedarf es spezifischer
Kompetenzen. In der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe
(PflAPrV) (2018) wird „Intra- und interprofes-
sionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen
Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten“ als eine zu erreichende
Kompetenz beschrieben. Sie soll im Rahmen der theoretischen und praktischen
Ausbildung angebahnt werden. Wie dies gelingen kann, ist Thema dieser
Fortbildungseinheit. In der praktischen Ausbildung
können interprofessionelle Ausbildungsstationen (IPSTA) eine
gewinnbringende Einrichtung sein, um interprofessionelle Lehre anzubieten.
Diese und weitere Ideen sind Thema dieser Fortbildungseinheit.
Autorin: Tanja Lehnen, Lehrerin für berufsbildende
Schulen/Fachrichtung Pflegewissenschaft M.Ed., Krankenschwester, Fachpflegerin
für Intensivpflege, Praxisanleiterin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Lehrbeauftragte der Universität
Osnabrück
Lernziele
Nachdem Sie die Fortbildungseinheit bearbeitet haben, ...
- beschreiben Sie interprofessionelle Kompetenzen.
- skizzieren Sie interprofessionelle Lehr-Lernarrangements.
- nennen Sie Strategien für eine Verbesserung der
interprofessionellen Berufspraxis.