Inhalt
Monika Krohwinkels Modell der fördernden
Prozesspflege, erstmals 1984 vorgestellt und 1991 erweitert, revolutionierte
die Pflegewissenschaft durch eine fähigkeits- und förderorientierte
Herangehensweise. Es zielt darauf ab, nicht nur Defizite zu behandeln, sondern
die Fähigkeiten der zu Pflegenden und deren soziale Interaktionen zu fördern.
Krohwinkels Modell basiert auf humanistischer Psychologie, Phänomenologie und
Systemtheorie und betont eine ganzheitliche Sichtweise. Die zentralen Konzepte
– Person, Umgebung, Gesundheit und Pflegeprozess – sowie 5 erarbeitete
Kategorien bieten einen umfassenden Rahmen für die Pflegepraxis.
Praxisanleitende spielen eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung dieses
Modells, indem sie theoretisches Wissen und praktische Anwendung verbinden.
Durch vielfältige Lehrmethoden wie Fallstudien, Rollenspiele und interaktive
Schulungsmaterialien fördern sie das tiefgehende Verständnis und die praktische
Umsetzung der Prinzipien der fördernden Prozesspflege. Krohwinkels Modell trägt
so maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität und Selbstständigkeit von zu
Pflegenden bei.
Autor: Dr. Michael Krisch, Master of Social
Management, Diplom-Pflegewirt, examinierter Krankenpfleger
Lernziele
Nachdem Sie diese Fortbildungseinheit gelesen
haben, wissen Sie, …
- wie das Modell der fördernden Prozesspflege
entstanden ist.
- welche zentralen inhaltlichen Aspekte
existieren.
- was das Modell mit dem Pflegeprozess zu tun hat.
- welche Aufgabe Praxisanleitenden in der
Vermittlung zukommt.
- wie das Modell in konkrete Anleitungssituationen
integriert werden kann.
STICHWÖRTER
Monika Krohwinkel, Prozessmodell, ABDL,
Pflegeprozess, Anleitung