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Krebs ist eine der weltweit häufigsten
Todesursachen. Häufige Krebsarten sind der Brust-, Lungen-, Dickdarm-und
Mastdarmkrebs sowie der Prostatakrebs. Etwa ein Drittel der Todesfälle durch
eine Krebserkrankung ist auf Tabakkonsum, einen hohen Body-Mass-Index,
Alkoholkonsum, den geringen Verzehr von Obst und Gemüse sowie mangelnde
körperliche Aktivität zurückzuführen. Heißt im Umkehrschluss: Die
Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens an Krebs zu erkranken, kann durch
die Vermeidung von Risikofaktoren und das Pflegen eines gesunden Lebensstils
verhindert werden. Wurde die Diagnose bereits gestellt, kann die Last, die
durch eine Krebserkrankung entsteht, durch eine angemessene Behandlung und Pflege
verringert werden. Bei vielen Krebsarten bestehen mittlerweile recht gute
Heilungschancen, wenn sie frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden. Die
pflegerischen Aufgaben unterscheiden sich je nach Art der Krebserkrankung. So
wirken sich z. B. die Nebenwirkungen einer Krebstherapie stark auf die
betroffenen Menschen aus. Pflegekräfte spielen hier eine bedeutende Rolle, um
die zu pflegenden Menschen bei der Bewältigung dieser Nebenwirkungen zu
unterstützen. Wichtig ist, dass Pflegende sich darüber hinaus mit den ethischen
Herausforderungen befassen, die im Zusammenhang mit der Versorgung von an Krebs
Erkrankten entstehen, um die Betroffenen bestmöglich begleiten und unterstützen
zu können.
Autorin: Caroline Hilgers, Gesundheits- und Pflegepädagogin (M. A.),
Physiotherapeutin, Case- und Caremanagerin, Schulleitung der Berufsfachschule
des BG Klinikum Hamburg
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
können Sie …
- zwischen benignen, malignen und semimalignen
Tumoren unterscheiden.
- typische Früherkennungsuntersuchungen und
diagnostische Maßnahmen benennen.
- die verschiedenen Therapiemethoden
erläutern.
- pflegerischen Aufgaben bei der Versorgung von
Menschen mit Krebserkrankungen erläutern.
- die Bedeutung der onkologischen Pflege
nachvollziehen.
- ethische Herausforderungen in der Pflege von
Krebspatienten reflektieren.
STICHWÖRTER
Krebs, Tumor, Onkologie, Ethik, Port,
Nebenwirkungen, palliative Pflege