Inhalt
In dieser kurzen Evaluation des
Pflegeberufegesetzes sollen die Entstehung und zentralen Inhalte des Gesetzes
beleuchtet werden. Zudem werden aktuell vorliegende Zahlen des Statistischen
Bundesamts und erste Fachliteratur herangezogen, um die aktuelle Lage der
Pflege zu beleuchten und ein erstes Resümee hinsichtlich der Generalistik zu
ziehen.
Die Datenlage zur Evaluation des
Pflegeberufegesetzes ist noch eher schwach ausgeprägt, daher handelt es sich
bei dieser Evaluation um Zwischenergebnisse der erhobenen Daten. Insgesamt kann
diese Evaluation daher noch nicht als wissenschaftlich fundierte oder
grundlegende Auswertung betrachtet werden. Sie bildet lediglich eine
Momentaufnahme ab. Eine offizielle Evaluation soll erst im Jahr 2026 vorliegen.
Das Pflegeberufegesetz stand bei allen 3 zuvor separat ausgebildeten
Berufsgruppen stark in der Kritik – vor allem aus dem Bereich der
Kinderkranken- sowie Altenpflege meldeten sich unzufriedene Stimmen. Besonders
vulnerable Klientengruppen würden mit diesem Gesetz und der neuen
generalistischen Ausbildung Nachteile erfahren. In dieser Evaluation wird eine
erste Zwischenbilanz zur praktischen Umsetzung gezogen.
Autor: Stephan Hennig, Medizinpädagoge (M. Ed.), Lehrer für Pflegefachberufe und
Politik, Gesundheits- und Krankenpfleger
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
wissen Sie, …
- wie die generalistische Pflegeausbildung bisher
wahrgenommen wurde und wird.
- aus welchem Grund das Pflegeberufegesetz
entwickelt wurde.
- wie sich die Pflegelandschaft prognostisch
entwickelt.
- was Akademisierung und Professionalisierung
unterscheidet.
- an welchen Stellen Angehörige der Pflegeberufe
selbst Einfluss auf die Entwicklung der Branche nehmen können.
STICHWÖRTER
Akademisierung, Studiengang Pflege, Generalistik,
Kompetenzen, Evaluation, Pflegeberufegesetz, Professionalisierung