Inhalt
Krieg hinterlässt Zerstörung in kaum erfassbarem
Ausmaß. Menschen, die von Krieg betroffen waren, können noch Jahrzehnte später
unter den Auswirkungen leiden. Nicht nur in der Altenpflege, sondern auch in
anderen Bereichen der Pflege trifft man auf die Folgen des 2. Weltkrieges.
Darum sollten Pflegende eine Vorstellung davon haben, welche Folgen
Kriegstraumatisierungen insbesondere bei Kindern haben, wie sich diese äußern
können und wie sich spätere Trauma-Reaktivierungen verhindern lassen. Diese
Kenntnisse lassen sich auch auf die Pflege von geflüchteten Menschen
übertragen, die in den vergangenen Jahren aus Kriegsgebieten nach Deutschland
gekommen sind.
Autorin: Marianne Huppenbauer, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegeberaterin § 7a,
Mediatorin IfAP, Köln
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
wissen Sie, …
- wie belastend Krieg und Kriegsfolgejahre für
Kinder sein können
- welche Folgen Krieg für die Pflege haben kann,
auch Jahrzehnte später
- warum das Thema nicht nur für die Altenpflege von
Bedeutung ist
-
worauf Sie im Umgang mit möglicherweise
kriegsbetroffenen Patientinnen und Patienten achten müssen
STICHWÖRTER
Alter, Krieg, Nachkriegszeit, Kriegsfolgen, Trauma,
Trauma-Reaktivierung, Retraumatisierung, PTBS, sexualisierte Gewalt,
transgenerationale Weitergabe, Kriegskinder