Monitoring heißt überwachen, kontrollieren oder
beobachten. Wirkungen und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten zu beobachten
ist in den Expertenstandards gefordert und stellt für Pflegefachkräfte einen
hohen fachlichen Anspruch dar. (1) Die Fähigkeit zur Beobachtung wird in dieser
Fortbildungseinheit auf verschiedenen Ebenen beschrieben. Zunächst reflektieren
die Praxisanleitenden die verschiedenen Handlungsbereiche der Pflegefachkräfte
im Medikationsprozess, bevor sie den Auszubildenden erklärt werden.
Anschließend werden die Informationen über die zu pflegende Person mit den
möglichen Risiken und Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente
zusammengeführt. Welche Nebenwirkungen können überhaupt beobachtet werden? Wird
ein Medikament gegeben, erschließt sich die Antwort aus dem Beipackzettel bzw.
der Fachinformation. Werden mehrere Medikamente gegeben, sollten die
risikoreichsten unerwünschten Wirkungen bekannt sein, die häufig zu
Krankenhauseinweisungen führen. Vermutet die Pflegefachkraft einen Zusammenhang
von einem neu auftretenden Problem mit der Medikamentengabe, wird sie Arzt oder
Apotheker kontaktieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ein wichtiges Ziel
des Monitorings besteht darin, die Sicherheit in der Arzneimitteltherapie zu
optimieren.
Autorin: Mechthild Hagedorn, M.Sc., Apothekerin, Geriatrische Pharmazie, Musikgeragogin,
mediMethode®, Wadersloh
LERNZIELE
Nachdem Sie diese Fortbildungseinheit gelesen
haben, haben Sie Impulse erhalten, wie Sie Auszubildenden ...
- die Rolle der Pflegefachkraft im
Medikationsprozess erklären können.
- eine gute Beobachtungsgabe vorleben und vermitteln
können.
- besonders risikoreiche Nebenwirkungen von
Medikamenten aufzeigen können.
- den Zusammenhang von neu auftretenden Problemen
als möglicher Folge der Medikamentengabe aufzeigen.
STICHWÖRTER
Arzneimittel, Beobachtung, Medikamente,
Monitoring, Nebenwirkung, Pflegeplanung, Wechselwirkung, Wirkung