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Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative
Erkrankung mit vielseitigen Facetten. In den meisten Fällen ist die Ursache
nicht bekannt. Es fehlt der Botenstoff Dopamin, der bei der Signalübertragung
an den Synapsen eine wichtige Rolle spielt. Die Kardinalsymptome Akinese,
Tremor, Rigor und Gleichgewichtsstörung sind motorischer Natur. Hinzu kommen
nichtmotorische Symptome wie Sprech- und Schluckstörungen sowie vegetative
Symptome. Nach Diagnosestellung ist die Behandlung mit Levodopa der
Goldstandard, vielen Betroffenen geht es jahrelang sehr gut unter der
Medikation.
Leider gibt es im Langzeitverlauf Komplikationen
in Form von Wirkungsfluktuationen – wenn die Medikamentenwirkung nachlässt,
verschlechtert sich die Beweglichkeit. Es kommt vor, dass die Phasen guter und
schlechter Beweglichkeit sehr plötzlich wechseln, als würde man einen Schalter
ein- bzw. ausschalten. Darüber hinaus kann es zu Hyperkinesen, unkontrollierten
Bewegungen, die nicht willkürlich beeinflussbar sind, kommen. Für Auszubildende
ist der Umgang mit Menschen, die an der Parkinson-Krankheit leiden, eine
besondere Herausforderung, bei der Praxisanleitende unterstützend zur Seite
stehen können.
Autorin: Barbara Schubert, Diplom-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin,
Lerncoach, Physiotherapeutin, selbstständige Autorin, Gutachterin, Dozentin und
Trainerin (www.wollen-können-tun.de)
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben
...
- wissen Sie, dass bei der Parkinson-Krankheit das
Gleichgewicht zwischen aktivierenden und hemmenden Botenstoffen gestört ist.
- kennen Sie eine Checkliste zur Früherkennung der
Parkinson-Krankheit.
- unterscheiden Sie zwischen den motorischen
Symptomen der Krankheit.
- verstehen Sie die Veränderungen im motorischen
Verhalten der Betroffenen im Zusammenhang mit der Dopaminwirkung.
- bereiten Sie die Auszubildenden auf einen
respektvollen Umgang mit den Betroffenen vor.
STICHWÖRTER
Parkinson-Krankheit, Akinese, Tremor, Rigor,
Gleichgewichtsstörung, L-Dopa, tiefe Hirnstimulation