Inhalt
Die Parkinson-Krankheit hat viele Facetten, die
Pflegekräfte beobachten und einschätzen, um die richtigen Beratungsinhalte und
Pflegemaßnahmen planen und durchführen zu können. Diese Fortbildungseinheit
stellt verschiedene Assessmentinstrumente vor, die das gemeinsame Ziel haben,
die Einschätzung der Symptome und Schweregrade zu objektivieren. Zusammen mit
einem Anamnesegespräch bieten sie Pflegekräften eine gute Grundlage für die Beratung
und Anleitung von Parkinson-Patienten und deren Angehörigen.
Am Fallbeispiel von Frau Lang weist die
Fortbildungseinheit auf einige wichtige pflegerische Aspekte hin. So muss
L-Dopa mit genügend zeitlichem Abstand zu den Mahlzeiten und nicht gemeinsam
mit Eiweiß eingenommen werden. Schon kleine Dinge wie die Körperhaltung und die
Beachtung von Nahrungskonsistenzen können Schluckstörungen verringern. Und beim
sog. „Freezing“ können hörbare, sichtbare und spürbare Hinweisreize helfen, die
plötzlich auftretenden Blockaden zu überwinden. Für das Gespräch mit Betroffenen
benötigt die Pflegefachkraft nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Geduld. Die
Einbeziehung von Angehörigen ist durchaus sinnvoll.
Autorin: Barbara Schubert, Diplom-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin,
Lerncoach, Physiotherapeutin, selbstständige Autorin, Gutachterin, Dozentin und
Trainerin (www.wollen-können-tun.de)
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit
bearbeitet haben...
- kennen Sie verschiedene Assessment verfahren, die
bei der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden.
- beachten Sie die Besonderheiten bei der Einnahme
von L-Dopa.
- kennen Sie Tipps und Hilfsmittel, die bei
Schluckstörungen hilfreich sind.
- unterscheiden Sie zwischen verschiedenen
Hinweisreizen, die bei Blockaden helfen.
STICHWÖRTER
Assessment, Hoehn-Yahr-Skala, MDS-UPDRS- Skala,
Schwab-England-Skala, WOQ-9-Fragebogen, L-Dopa, Dysphagie, Gangblockaden,
Freezing