Inhalt
In der Pflegepraxis ist der Umgang mit Vielfalt
und unterschiedlichen Lebensrealitäten zentral, insbesondere im Hinblick auf
queere Menschen (LGBTIAQ+). Diese erfahren oft Diskriminierung und Vorurteile,
was ihre physische und psychische Gesundheit sowie die Pflegebeziehung belasten
kann. Für Praxisanleitende ist es daher entscheidend, Pflegeauszubildende auf
einen respektvollen und inklusiven Umgang mit queeren Teammitgliedern und zu
Pflegenden vorzubereiten. Unsicherheiten und Vorurteile müssen erkannt und
gezielt abgebaut werden. Die seit 2020 verpflichtende generalistische
Pflegeausbildung in Deutschland legt besonderen Wert auf den Umgang mit
Vielfalt und fördert sowohl fachliche als auch soziale und kommunikative
Kompetenzen. Ziel ist eine vorurteilsfreie Pflegepraxis. Die
Fortbildungseinheit bietet praxisorientierte Empfehlungen, wie Vorurteile
abgebaut und Diskriminierungen vermieden werden können. Zudem werden
wissenschaftliche Erkenntnisse und gesetzliche Rahmenbedingungen wie das
Pflegeberufegesetz (PflBG) und die Ausbildungsrichtlinien berücksichtigt, um
eine fundierte und inklusive Pflegepraxis zu fördern.
Autor: Sam Seemann, Sozialtherapeut,
Pflegeberater, Fachkraft Diversity Management (IHK), Dozent, Leitung Sozialer
Dienst
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen
haben, …
- verstehen Sie den LGBTIAQ+-Begriff und dessen
Relevanz im Pflegealltag.
- wissen Sie, wie Sie queere Auszubildende im
Arbeitsumfeld vor Diskriminierung schützen.
- sind Sie in der Lage, eine sensible und
respektvolle Kommunikation mit queeren zu Pflegenden zu führen.
- kennen Sie die speziellen Pflegebedürfnisse von
queeren Menschen und können diese in die Pflegeplanung integrieren.
- haben Sie ein Verständnis dafür entwickelt, wie
Inklusion und Diversität in der Pflegeausbildung praktisch vermittelt werden
können.
STICHWÖRTER
LGBTIAQ+, Diversität, Selbstbestimmung, Diskriminierung, Queerness,
Geschlechtsidentität