Inhalt
Psychische Erkrankungen nehmen in Deutschland zu,
besonders im Bereich von Angststörungen und Depressionen. Die COVID-19-Pandemie
verstärkte die psychischen Belastungen durch soziale Isolation, insbesondere
bei Jugendlichen. Diese Erkrankungen führen zu mehr Krankheitstagen und
Frühverrentungen, was hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten
verursacht. Auch Pflegekräfte sind durch die hohe Arbeitsbelastung zunehmend
betroffen, was die Notwendigkeit von Unterstützungsmaßnahmen und
Resilienzförderung verdeutlicht. Psychische Störungen werden gemäß
internationalen Diagnosesystemen wie ICD-10 und DSM-5 eingeordnet. Der Begriff
„psychische Stabilität“ bzw. „psychische Instabilität“ betont die Dynamik
psychischer Zustände. In einem ausführlichen Fallbeispiel wird gezeigt, wie
eine Auszubildende mit Angststörung und Hochsensibilität ihre psychische
Gesundheit durch Selbstfürsorge und Unterstützung des Praxisanleitenden
schützt. Es wird deutlich, dass psychische Erkrankungen nicht unüberwindbar
sind, sondern durch Reflexion und Unterstützung gemeistert werden können.
Autor: Karsten Hartdegen, Krankenpfleger, Lehrer für Pflegeberufe, Schulleiter,
Erziehungs- und Bildungswissenschaftler (M. A.)
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
…
- können Sie die Entwicklung und die
gesellschaftlichen Auswirkungen psychischer Erkrankungen nachvollziehen und die
häufigsten Störungen benennen.
- erkennen Sie die zentrale Rolle der Pflegeberufe
für die Versorgung und Unterstützung Betroffener.
- setzen Sie sich mit den Herausforderungen einer
Auszubildenden mit psychischen Erkrankungen auseinander und verstehen, wie die
Unterstützung durch Praxisanleitende hilft sind Sie in der Lage, eigene
Strategien zur Stressbewältigung im Berufsalltag zu entwickeln.
STICHWÖRTER
Psychische Erkrankungen, Angststörungen,
Depressionen, Selbstfürsorge, mentale Gesundheit