Inhalt
Der Pflegeberuf ist geprägt von Hingabe,
Einfühlungsvermögen und der Sorge um die anvertrauten Pflegebedürftigen. Der
Umgang mit Stress und emotionalen Belastungen macht es aber auch unumgänglich,
Selbstpflege zu betreiben. Psychohygiene heißt, die eigene seelische Gesundheit
zu bewahren. Dies ist Grundvoraussetzung, um dem Pflegeberuf viele Jahre
nachgehen zu können und dabei anderen Menschen gegenüber eine
wohlwollende und positive Grundhaltung zu
bewahren. Die Lerneinheit nimmt zunächst eine Definition des
Psychohygiene-Begriffs vor und grenzt diesen dann von der oftmals mit ihm
verknüpften Resilienz ab. Nach einer Ausführung über die Zunahme von seelischen
Erkrankungen Berufstätiger werden ausführlich Rollenkonflikte und das
Rollenselbstbild der Pflegekraft erörtert, da jene häufig ursächlich für
Folgeprobleme sind. Tipps zur Umsetzung von Maßnahmen der Psychohygiene werden
durch eine leicht und in Minutenschnelle umsetzbare Übung ergänzt. Eine
Wochenplanung zwecks regelmäßiger Integration derartiger Maßnahmen in den
eigenen Alltag rundet die Fortbildungseinheit ab, an deren Ende die Bedeutung
des Themas nochmals in einem kurzen Fazit zusammengefasst wird.
Autor: Bernd Hoffmann, Dipl.-Soz. Päd., Dozent im Gesundheitswesen,
Geschäftsführer & Einrichtungsleiter
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
wissen Sie …
- welche Begriffe Synonyme für Psychohygiene sind.
- dass Psychohygiene und Resilienz unterschiedliche
Konzepte sind.
- wie stark psychische Erkrankungen in der Pflege
zugenommen haben und warum die Auswirkungen eklatant sind.
- was man unter Rollenkonflikten versteht.
- wie man das eigene Rollenselbstbild kritisch
reflektieren kann.
- welche Maßnahmen zur Psychohygiene hilfreich sind.
- wie regelmäßig derartige Maßnahmen in den Alltag
integriert werden können.
STICHWÖRTER
Psychohygiene, Resilienz, PicaPica,
Rollenkonflikt, Intrarollenkonflikt, Interrollenkonflikt, Rollenselbstbild