Inhalt
Die Arbeit mit Sterbenden, ob Kindern oder
Erwachsenen, zeigt immer die eigenen Grenzen auf und macht die eigene
Sterblichkeit und auch Hilflosigkeit angesichts des Todes immer wieder bewusst.
Der Tod begegnet sowohl Pflegenden im ambulanten als auch im stationären
Setting. Pflegende müssen sich mit ihrem Verhältnis zum Tod auseinandersetzen,
die eigene Betroffenheit bewältigen und einen persönlichen Ausgleich finden.
Der Bewältigungsprozess kann keinem Patentrezept folgen, es sind individuelle
Kraftquellen, die Pflegekräfte finden und nutzen müssen. Nur so können sie
selbst im palliativen Arbeitsfeld gesund und resilient bleiben. Bei der
Entwicklung dieser Bewältigungsstrategien fallen auch dem Arbeitgeber und dem
Team Verantwortung zu. Hier sind unterstützende Maßnahmen oder Seminare
gefragt, die Pflegenden dabei helfen, ihre individuelle Resilienzstrategie zu
finden.
Autorin: Franziska Schilmeier, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Pflege B. Sc.,
Biologie B. Sc., Hospizbegleiterin, Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik
Nürnberg
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit bearbeitet
haben, …
- wissen Sie, warum Resilienz einen ganzen Prozess
miteinschließt.
- wissen Sie, welche Traueraufgaben Pflegende nach
dem Tod von Patienten bewältigen müssen.
- kennen Sie verschiedenen Methoden, die eigenen
Ressourcen zu stärken.
- kennen Sie Themen, die in der pädiatrischen
palliativen Versorgung eine Rolle spielen.
STICHWÖRTER
Palliative Care, Resilienz, Ressourcenstärkung,
Tod, Regeneration, Arbeitsbelastung, Bewältigungsprozess