Inhalt
Soziale Rollen sind essenziell für die
Orientierung des Menschen im gesellschaftlichen Leben und unterliegen einem
kontinuierlichen Lernprozess. Besonders in der Pflege sind sie von großer
Bedeutung, da sie das Verhalten und die Erwartungen innerhalb des Teams
strukturieren. Praxisanleitende übernehmen in diesem Kontext eine zentrale
Rolle, indem sie Fachwissen vermitteln, den Lernprozess begleiten und als
Vorbilder fungieren. Die Vielseitigkeit ihrer Aufgaben – als Fachkraft,
Kollege, Vorgesetzter und Mentor – stellt hohe Anforderungen an ihre
Flexibilität und erfordert ein ausgewogenes Rollenmanagement. Dabei können
Rollenkonflikte entstehen, die durch widersprüchliche Erwartungen innerhalb
oder zwischen den Rollen hervorgerufen werden. Um diese Herausforderungen zu
bewältigen, sind klare Kommunikation, Priorisierung und eine bewusste
Abgrenzung der Rollen notwendig. Praxisanleitende müssen ihre Aufgaben
reflektieren und gezielt strukturieren, um eine erfolgreiche Ausbildung zu
gewährleisten und gleichzeitig den hohen Anforderungen ihres Berufs gerecht zu
werden.
Autor: Dr. Michael Krisch, Master of Social Management, Diplom-Pflegewirt,
examinierter Krankenpfleger
Gesundheitswesen, examinierte Gesundheits-
und Krankenpflegerin, Zentrale Notaufnahme, Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup
Lernziele
Nachdem Sie diese Fortbildungseinheit gelesen
haben, wissen Sie …
- was eine Rolle ist und welche Rollen Sie als
Praxisanleitung im Beruf einnehmen.
- wie und warum Rollenkonflikte entstehen
können.
- mit welchen Ansätzen Rollenkonflikten begegnet
werden kann.
STICHWÖRTER
Rollenbild, Konflikt, Inter-Rollenkonflikte,
Intra- Rollenkonflikte, Praxisanleitung