Inhalt
Eine gezielte Schmerztherapie ist wichtig, um die
Lebensqualität zu erhalten und chronischen Schmerzen vorzubeugen. Sie steht bei
allen schmerzbedingten Erkrankungen an erster Stelle. Ärztliches Personal und
Pflegekräfte sind verpflichtet, Schmerzen möglichst zu lindern und Betroffenen
beizustehen. Eine Behandlung ist jedoch nahezu unmöglich, wenn Menschen, die
unter Schmerzen leiden, diese nicht äußern können. Dies stellt die Pflegenden
vor eine große Herausforderung. Durch anhaltende oder fortschreitende
Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Hirnleistungen
kann die Schmerzinterpretation verloren gehen und eine korrekte Benennung des
Schmerzes nicht mehr möglich sein. Aus diesem Grund sind für die Erfassung von
Schmerzen bei Menschen mit Demenz andere Erhebungsmethoden erforderlich.
Schmerzen sind ein subjektives und nicht immer sichtbares Empfinden, das jedoch
auch bei Demenzkranken mit derselben Intensität auftritt. Bei demenziell
erkrankten Menschen gibt es konkrete Anzeichen und Hinweise, die Pflegende
erkennen und richtig deuten müssen, um Schmerzsymptome zu bemerken und Leiden
zu lindern. (1)
Autorin: Nicole Notorft, B. Sc. Bewegung und Gesundheit, Examinierte
Pflegefachkraft, selbstständige Lektorin und Autorin
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben,
wissen Sie, …
- wie Schmerzen bei Demenzkranken erkannt werden
können.
- welche Hinweise es für Schmerzen bei Demenzkranken
gibt.
- welche Verhaltensänderungen bei Demenzkranken
durch Schmerzen auftreten können.
- welche Skalen es zur Schmerzerfassung bei
Demenzkranken gibt.
- wie Schmerzen bei Demenzkranken lokalisiert werden
können.
- wie Schmerzen bei Demenzkranken behandelt
werden.
STICHWÖRTER
Demenz, Schmerzen, Schmerztherapie,
Schmerzerkennung, chronischer Schmerz