Inhalt
Auch wenn jeder Mensch in sich ein Sturzrisiko
birgt, haben vor allem ältere Menschen und Menschen mit körperlichen oder
psychischen Beeinträchtigungen ein erhöhtes Sturzrisiko. Der Expertenstandard
„Sturzprophylaxe in der Pflege“ will Pflegefachkräfte und Einrichtungen dabei
unterstützen, Stürze zu vermeiden und Sturzfolgen zu minimieren, und ist in
allen Pflegesettings anwendbar. Für Auszubildende in der Pflege sollte es
selbstverständlich sein, evidenzbasiertes Wissen, welches durch die
Expertenstandards zur Verfügung gestellt wird, in die Praxis einzubringen. Die
vielfältigen Sturzrisikofaktoren sind in die 3 Kategorien personen-,
medikations- und umweltbezogene Risikofaktoren eingeteilt. Die Einschätzung des
Risikos erfolgt in 2 Schritten: Nach einem Screening, für das im ersten Schritt
lediglich 4 Risikofaktoren überprüft werden, schließt sich nur bei denjenigen
Menschen eine vertiefende Einschätzung an, bei denen im ersten Schritt ein
erhöhtes Sturzrisiko vermutet wird. Wenn sich dies bestätigt, werden
verschiedene Maßnahmen eingeleitet, die individuell sehr unterschiedlich sein
können und sich an den Risikofaktoren orientieren.
Autorin: Barbara Schubert, Dipl.-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin, Lerncoach,
Physiotherapeutin, selbstständige Autorin, Gutachterin, Dozentin und Trainerin, www.wollen-können-tun.de
Lernziele
Wenn Sie diese Fortbildungseinheit gelesen haben
…
- wissen Sie, welche Ziele der Expertenstandard
„Sturzprophylaxe in der Pflege“ verfolgt.
- unterscheiden Sie zwischen einem Sturz und einem
Beinahesturz.
- kennen Sie das 2-schrittige Verfahren zur
Einschätzung des Sturzrisikos.
- wenden Sie in der Praxis sinnvolle Maßnahmen zur
Sturzprophylaxe an.
STICHWÖRTER
Sturz, Beinahesturz, Expertenstandard
„Sturzprophylaxe in der Pflege“, Sturzrisikofaktoren, Sturzrisikoeinschätzung,
Sturzprotokoll