News | 06.08.2026
KI in der Medizin

Das Team des LMU Klinikums gewinnt beim Venture Labs Healthcare Innovation Program zur Perinatalmedizin

Das Team um Prof. Dr. med. Sven Kehl, Dr. med. Geraldine Wunderlin und Dr. med. Simon Bader von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des LMU Klinikums hat gemeinsam mit Studentinnen und Studenten den ersten Platz beim Venture Labs Healthcare Innovation Program gewonnen. Das Programm steht unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, und wird in Kooperation mit der Stanford University sowie dem TUM Venture Labs Health Care durchgeführt.
Mit dem ausgezeichneten Projekt setzt das LMU Klinikum einen wichtigen Impuls für die Digitalisierung der Geburtshilfe und den Aufbau einer vernetzten und datenbasierten Perinatalmedizin in Bayern.

Gemeinsam entwickelte das Team eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierte Lösung für eine zentrale Herausforderung der Perinatalmedizin. „Obwohl während Schwangerschaft, Geburt und der Versorgung von Neugeborenen große Mengen medizinischer Daten entstehen, liegen diese bislang häufig fragmentiert in unterschiedlichen Systemen oder ausschließlich in Papierform vor“, erklärt Prof. Sven Kehl, Leiter der Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Ziel ist es, die Datenqualität entlang der gesamten Versorgungskette zu verbessern – von der Schwangerschaftsvorsorge über die Geburt bis zur Versorgung des Neugeborenen. Durch die strukturierte Verknüpfung dieser bislang häufig getrennt vorliegenden Informationen entsteht eine einzigartige Datengrundlage, um Zusammenhänge zwischen Schwangerschaftsverlauf, Geburt und der späteren Gesundheit von Mutter und Kind besser zu verstehen. Dies kann dazu beitragen, Risikokonstellationen künftig früher zu erkennen und Prävention, Diagnostik sowie Therapie gezielter weiterzuentwickeln.

Wichtiger Impuls für die Perinatalmedizin in Bayern

Die entwickelte Software soll Dokumente wie den Mutterpass automatisiert erkennen, relevante medizinische Informationen auslesen und die Daten strukturiert in bestehende klinische Prozesse überführen. Dadurch können medizinische Teams von manuellen Dokumentationsaufgaben entlastet und wichtige Informationen schneller für Versorgung und Forschung verfügbar gemacht werden.

„Mit dem ausgezeichneten Projekt setzt das Team des LMU Klinikums einen wichtigen Impuls für die Digitalisierung der Geburtshilfe und den Aufbau einer vernetzten, datenbasierten Perinatalmedizin in Bayern“, betont Prof. Sven Mahner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am LMU Klinikum.

Als Preis erhält das Gewinnerteam eine Reise an die Stanford University und ins Silicon Valley. Dort kann das Team internationale Innovationsstrukturen kennenlernen, sich mit Expertinnen und Experten austauschen und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Projekts sammeln.

Kontakt

Prof. Dr. med. Sven Mahner

Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, LMU Klinikum München

Prof. Dr. med. Sven Kehl

Leitung Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, LMU Klinikum München