Schulung Umgang mit Todeswünschen

Zweitägige Kompetenz- und Kommunikationsschulung

Kursbeschreibung

Menschen äußern auch in palliativer Begleitung den Wunsch, ihr Leben (und Leiden) möge durch einen schnell herbeigeführten Tod zu einem vorzeitigen Ende kommen. Sie sprechen vielleicht von Nicht-mehr-Können und Nicht-mehr-Weiterleben-Wollen oder bitten um ein Medikament oder eine „Spritze“, damit es endlich vorbei sei…!
Solche Äußerungen sind für Behandelnde irritierend und lösen Verunsicherung aus.

Die S 3-Leitlinie „Palliativmedizin bei Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ widmet sich dem Phänomen der Todeswünsche ausführlich. Der patient:innenzentrierten und ergebnisoffenen Kommunikation mit den Patienten:innen kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Gekonnte Kommunikation über ein schwieriges Thema braucht umfangreiches theoretisches Wissen und vor allem Training.

In der zweitägigen Schulung wird aktuelles Wissen zu relevanten Begrifflichkeiten, Ursachen und Formen von Todeswünschen, Suizidalität, Suizidprävention, psychologischen Unterstützungsmöglichkeiten sowie zur Dynamik in Teams und Familien vermittelt. Umfangreiche Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Die Kompetenz, einfühlsam und klar mit Betroffenen zu geäußerten Todeswünschen zu kommunizieren und persönlich und im Team damit achtsam umzugehen, wird in simulierten Gesprächssituationen mit Schauspieler:innen eingeübt. Die Teilnehmenden bekommen Feedback und Hilfestellung und wachsen so in eine größere Sicherheit im Umgang mit diesen komplexen Phänomenen hinein. Die Schulung soll Mitarbeitende in der spezialisierten Palliativversorgung (u. a. auf Palliativstationen, in der SAPV, stationären Hospizen oder Palliativdiensten in Krankenhäusern) befähigen, ihr Wissen an Kollegen:innen weiterzugeben und vor Ort entsprechende Schulungen zu gestalten.

Zielsetzung

  • Reflexionsfähigkeit zur eigenen Haltung gegenüber Todeswünschen
  • Wissen über relevante Begrifflichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Perspektiven
  • Suizidprävention - Wissen zum Umgang mit Suizidalität
  • Todeswünsche wahrnehmen, erkennen, verstehen und einordnen
  • Beim Vorhandensein von Todeswünschen kompetent kommunizieren und begleiten
  • Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit im multiprofessionellen Team
     

Methoden

Das Training ist zweistufig aufgebaut:

1. Tag: Theoretische Grundlagen anhand von umfangreichen Schulungsmaterialien, Demonstration einer Gesprächssituation
2. Tag: Übung in Kleingruppen: Simulation von Gesprächen in verschiedenen Settings

Die Erweiterung der kommunikativen Kompetenz geschieht durch das Feedback in der Kleingruppe und durch das gemeinsame Ausloten von alternativen Kommunikationsstrategien. Die Bereitschaft, als Moderator:in im Anschluss an das Training eine Schulung im eigenen Team durchzuführen, wird vorausgesetzt.

Zielgruppe

Mitarbeitende in der spezialisierten Palliativversorgung (Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Sozialpädagogen:innen, Psychologen:innen, Seelsorger:innen)
 

Voraussetzung

Abschluss einer Basisqualifikation in Palliative Care/Palliativmedizin

Fortbildungspunkte

Werden beantragt

Zertifizierung durch

Anrechenbar

Kursnummer

26 V-16 M2

Termin

03.12.2026 bis 04.12.2026

Beginn: Donnerstag 10:00 Uhr
Ende: Freitag 17:00 Uhr

Kursformat

Präsenzveranstaltung

Ort

Klinik für Palliativmedizin
Christophorus Akademie
Elisabeth-Stoeber-Str. 60
81377 München

Kosten

580 €

Leitung/ Referent:innen

PD Dr. phil. Elisabeth Jentschke
Ricarda Scheiner M.Sc.
Prof. Dr. med. Claudia Bausewein
und Kolleg:innen

Anmeldung

bis Donnerstag, 22.10.2026

Dieser Kurs ist bereits ausgebucht

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