News | 03.09.2020 | Forschung, Ehrungen & Preise
ERC-GRANTS

Dr. Konstantin Stark erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats

Sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und – wissenschaftler haben mit der LMU je einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Einer von ihnen ist Privatdozent Dr. Konstantin Stark: Der Kardiologe leitet eine Forschungsgruppe an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am LMU Klinikum München. In seinem ERC-Projekt untersucht er, wie eine systemische Entzündungsreaktion zu rezidivierenden Thrombosen beiträgt.
PD Dr. Konstantin Stark

Der ERC Starting Grant wird anhand der wissenschaftlichen Exzellenz der Antragsteller sowie des beantragten Projekts vergeben und zählt zu den angesehensten Forschungsförderungen in Europa. Die Projektförderung beträgt 1,5 Millionen Euro. In seinem ERC-Projekt T-MEMORE (“Thrombotic Memory-Linking a break in tolerance to platelets to Rethrombosis”) wird der Kardiologe einen Ansatz untersuchen, nach dem Thrombosen eine chronische Entzündungsreaktion auslösen, die durch eine Immunantwort auf Blutplättchen verursacht wird. Patienten, die eine Thrombose erleiden, haben ein hohes Risiko für erneute Thrombosen, was bisher nur durch eine Blutverdünnung verhindert werden kann. Daher untersucht PD Dr. Stark in diesem Projekt, ob eine lokale Thrombose einen Gedächtniseffekt verursacht, der die Entstehung weiterer Thrombosen fördert. Diesen Gedächtniseffekt will er mithilfe innovativer Bildgebungsmethoden entschlüsseln. Anhand klinisch relevanter Modelle und Patientenproben will er zudem das Potenzial für die gezielte Prävention und die Entwicklung neuer, personalisierter Therapien jenseits der Blutverdünnung untersuchen, die erneute thrombotische Ereignisse verhindern sollen.

Konstantin Stark studierte Medizin an der TU München, wo er 2012 auch promovierte. Anschließend wechselte er an die Medizinische Klinik und Poliklinik I (Kardiologie) des LMU Klinikums. Dort leitet er seit 2019 die Forschungsgruppe „Mechanisms of sterile inflammation in cardiovascular diseases“.

Weitere Informationen