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    4. „Wir müssen Gesundheit als globales Gemeingut betrachten“
    News | 07.04.2026
    Zum Weltgesundheitstag am 7. April 2026

    „Wir müssen Gesundheit als globales Gemeingut betrachten“

    LMU-Interview mit Dr. Günter Fröschl
    Wie nachhaltig und gerecht ist unser Gesundheitswesen im globalen Kontext? LMU-Mediziner Günter Fröschl im Gespräch über gesundes Leben, planetare Grenzen und Versorgungsengpässe im Globalen Süden.
    Lorenz Hebertinger / LMU
    PD Dr. Günter Fröschl war an der Konzeption und Durchführung des LMU Global Health Day beteiligt, welcher am 19. und 20. März 2026 stattfand. 

    Was hat Gesundheit mit Nachhaltigkeit zu tun?

    Günter Fröschl: Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Das ist eine Kernaussage der Weltgesundheitsorganisation. Gesundheit ist viel breiter zu sehen, als ein Wohlbefinden, und etwas, das man ganz lapidar als „gutes Leben“ bezeichnen könnte. In einem der Vorträge beim Global Health Day der LMU wurde anschaulich dargestellt, dass dieses gute Leben häufig falsch verstanden wird – als Hedonismus im epikurisch-philosophischen Sinne und als rücksichtsloser Egoismus.

    Eigentlich sollte darunter aber ein ausgewogenes, im Einklang mit der Umwelt, der Tierwelt und den Mitmenschen geführtes Leben verstanden werden, das Teilhabe an der Natur und am gesellschaftlichen Kontext ermöglicht. Genau aus diesem Missverständnis begründet sich ein Dilemma der Nachhaltigkeitsfrage. Ich bin überzeugt, dass wir Menschen ein gutes Leben führen könnten, ohne unsere Grenzen der planetaren Ausbeutung fortwährend zu überschreiten.

    Wie können sich Fehler beim Nachhaltigkeitsdenken auf die Gesundheit auswirken, etwa wenn man an den Umgang mit möglichen künftigen Pandemien oder dem Klimawandel denkt?

    Im Rahmen meiner Arbeit erhalte ich tiefe Einblicke in dysfunktionale Gesundheitssysteme, aber auch in verzerrte Vorstellungen von Gesundheit an sich. In Hocheinkommensländern werden Ressourcen verschwendet, der Gesundheitssektor trägt stark zum Ausstoß von Treibhausgasen und zur Umweltverschmutzung bei. Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung sind häufig getrieben von ökonomischen Überlegungen, dabei werden Interessen der Patientinnen und Patienten oft nicht berücksichtigt.

    Gleichzeitig sehen wir völlig defizitär ausgestattete Gesundheitssysteme in Niedrig-Einkommensländern, es fehlt an adäquat ausgebildeten Fachkräften, an einfachster Ausstattung, an essenziellen Gütern wie Medikamenten. All das ist Ausdruck einer extremen Ungleichverteilung auf unserem Planeten.

    Die COVID-19 Pandemie, aber auch der Klimawandel, haben uns deutlich aufgezeigt, dass diese großen Ereignisse nicht an Einkommensgrenzen haltmachen. Wir alle müssten ein eigenes Interesse daran erkennen, diese Ungleichverteilung zu bekämpfen, ohne der Sorge zu verfallen, dass dabei den Menschen in wohlhabenden Gegenden irgendetwas Grundnotwendiges abhandenkommt.

    Die politische Weltlage ist unstet. Die USA etwa ziehen sich aus zahlreichen globalen Abkommen und Projekten zurück – sowohl im Gesundheits- als auch im Nachhaltigkeitssektor. Wie wirkt sich das auf Global Health aus?

    Die Auswirkungen sind verheerend. Allein in meinem Bereich, der Entwicklungszusammenarbeit, sehe ich unmittelbar Gesundheitsprojekte, die zum Erliegen kommen, Fachkräfte, die ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen können. Aber es gibt auch eine Meta-Ebene, das ist der Vertrauensverlust, und die vermittelte Respektlosigkeit gegenüber langjährig entwickelten Vereinbarungen und Normen. Dies wird noch lange nachwirken.

    Was sind aus Ihrer Sicht die großen globalen Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit?

    von privat
    Günter Fröschl bei einem Einsatz von Ärzte ohne Grenzen
    Günter Fröschl bei einem Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in der Zentralafrikanischen Republik, 2012

    Aus meiner Sicht ist es die unerträgliche Ungleichverteilung von materiellen Ressourcen und Einkommen auf unserem Planeten. Ich bin überzeugt, dass wir mit den verfügbaren Mitteln ein gutes, gesundes Leben für alle erreichen könnten, unsere Möglichkeiten aber durch Ab- und Ausgrenzung vergeuden. Daraus ergibt sich das zweite große Problem für die globale Gesundheit: die ungebremst fortschreitende Zerstörung unseres Lebensraumes, unseres Planeten.

    Gibt es eine Verbindung zwischen der globalen Gesundheit und der persönlichen?

    Ja, sicherlich. Vielleicht lässt sich das aber auch auf alle unsere Bedarfe und Handlungen übertragen. Unsere individuellen Bedürfnisse, ob es nun unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden oder den Güterkonsum betrifft, haben immer eine Auswirkung auf größere und damit letztendlich auch auf globale Systeme.

    Das, was wir unter Gesundheit verstehen, das, was wir als Patientinnen und Patienten einfordern, aber auch als Mitglieder einer Gemeinschaft einbringen, hat am Ende Auswirkungen auf das, was in der Welt passiert. Die defizitäre Versorgung einer Schwangeren im Tschad hat etwas mit meinen Erwartungen in München zu tun. Das klingt zunächst abstrakt, ist es aber nicht.

    Wie meinen Sie das?

    Gesundheitsfachkräfte, die hier arbeiten, stammen häufig aus Ländern des Globalen Südens. Was wir als selbstverständlich erachten, setzt ein System voraus, das Talente und Ressourcen aus ärmeren Regionen abzieht. Brain drain ist kein akademisches Konzept, sondern hat ein konkretes Gesicht.

    Hinzu kommt der schiere Ressourcenverbrauch unserer Gesundheitssysteme, finanziell, energetisch, materiell. Unser ökologischer und ökonomischer Fußabdruck als Patientinnen und Patienten konkurriert mit dem, was global für Grundversorgung zur Verfügung steht. Und was wir als Standard einfordern, definiert globale Normen: in Handelsabkommen, in der Pharmapolitik, im Patentrecht. Wenn westliche Märkte den Preis für Medikamente diktieren, bleibt die Schwangere im Tschad ohne Zugang zu Mitteln, die eigentlich selbstverständlich sein sollten.

    Was kann jede und jeder Einzelne für die eigene und die gesellschaftliche Gesundheit tun?

    Ich denke, sehr wichtig sind eine Wahrnehmung und ein Verständnis für die Zusammenhänge unserer Erwartungen und Handlungen. Außerdem müssten wir die Prävention von Krankheiten viel mehr in den Vordergrund rücken. Rollenmodelle, die auf der Symbolik eines überkommenen Konsumverhaltens beruhen, sind hier wenig hilfreich.

    Wie kann man Menschen dazu motivieren, sich mehr mit Gesundheit zu beschäftigen?

    Ich finde es tragisch, zu sehen, wie einfach ein bewusstes, rücksichtsvolles, ausgewogenes Leben eigentlich ist, es aber gleichzeitig künstlich erschwert wird durch verzerrte Rollenmodelle und ökonomische Interessen, die dazu führen, dass Gefäße verkalken, der Fett- und Zuckerstoffwechsel außer Kontrolle gerät, unser Lebensraum zerstört und vergiftet wird, Menschen einander ausgrenzen und verletzen.

    Gleichzeitig gibt es kaum etwas, gegen das Menschen so resistent sind wie gegen Ratschläge von anderen. Wir brauchen Rollenmodelle, die es einem leicht machen, gesund, gleichberechtigt, zufrieden und in Frieden zu leben.

    Wo ist die LMU ganz vorne mit dabei in Sachen Gesundheitsforschung?

    Natürlich hat die LMU eine immense Bandbreite an Expertise in allen wichtigen Bereichen, die mit Gesundheit zu tun haben. Und dazu gehört nicht nur die Medizin per se, sondern eben auch die Sozialwissenschaften, die Klimaforschung, die Geographie, die Rechtswissenschaften – Gesundheit steckt letzten Endes in fast allen Fachbereichen.

    Ich kann hier nur Einblicke in meinen eigenen Bereich gewähren: Wir haben es seit 2009 geschafft, vielen Hundert Gesundheitsfachkräften aus allen Regionen der Welt durch Ausbildung und Stärkung lokaler Kapazitäten eine Perspektive zu ermöglichen, um Gesundheitsprobleme in Niedrig- und Mitteleinkommensregionen lokal anzugehen. Uns wird immer wieder gespiegelt, dass wir hier ein starker, glaubwürdiger und zuverlässiger Partner geworden sind. 

    Zur Person

    LMU Klinikum
    Leiter der Teaching & Training Unit (T&TU) am Institut für Infektions- und Tropenmedizin, Vorstand des Center for International Health (CIH)

    Dr. Günter Fröschl ist Facharzt am Institut für Infektions- und Tropenmedizin des LMU Klinikums und leitet dort die Teaching & Training Unit, zu der auch ein PhD-Programm in International Health und ein Master-Programm in International Health gehören.

    Fröschl ist an mehreren Forschungsprojekten in den Bereichen International Health und Global Health beteiligt und forscht zu Malaria, HIV, vernachlässigten Tropenkrankheiten wie Chagas oder Lepra, Gesundheitssystemen in Niedrig- und Mitteleinkommensländern, Antibiotikaresistenzen, Mentaler Gesundheit und Medizin in Katastrophen- und Flüchtlingssituationen.

    Er ist im Vorstand des CIHLMU Center for International Health der LMU sowie im Academic Board der EUGLOH European University Alliance for Global Health. Mit diesen Funktionen war er an der Konzeption und Durchführung des LMU Global Health Day beteiligt, welcher am 19. und 20. März 2026 stattfand. 

    Quellen und weiterführende Links

    • Institut für Infektions- und Tropenmedizin
    • Forschung - International & Global Health
    • Alle LMU Klinikum Newsmeldungen

    Kontakt

    PD Dr. med. Fröschl, Günter

    Institut für Infektions- und Tropenmedizin, LMU Klinikum München

    +49 (0)89 4400 59820
    xfiubipswpüicyzävimefulGvfiuyziu mi

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