Forschung
Präzisionsonkologie wissenschaftlich weiterentwickeln
Die Verbindung von klinischer Versorgung und wissenschaftlicher Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil der Präzisionsonkologie. Am Zentrum für Personalisierte Medizin – Onkologie (ZPM-O) werden Erkenntnisse aus der molekularen Diagnostik und der interdisziplinären Bewertung von Tumorerkrankungen genutzt, um präzisionsonkologische Versorgungsprozesse wissenschaftlich zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
PEARL – Precision Oncology Evaluation: A Real-world LMU study
Mit PEARL untersucht das ZPM-O die präzisionsonkologische Versorgung unter realen klinischen Bedingungen. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung molekular informierter Therapieempfehlungen, der diagnostische Erkenntnisgewinn und die Zusammenhänge zwischen Therapieentscheidungen und Krankheitsverlauf. Studienprotokoll_PEARL_Version1.0_07.05.2026.pdf
Die Studie bildet die registerartige Forschungsstruktur des ZPM-O und hat die zuvor geführte Studie SMART-PRO abgelöst.
Forschung im Umfeld des ZPM-O
Die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Präzisionsonkologie ist interdisziplinär ausgerichtet. Die Arbeitsgruppe Präzisionsonkologie der Medizinischen Klinik III beschäftigt sich unter anderem mit molekularen Therapieansätzen, Biomarkern und Resistenzmechanismen sowie mit versorgungsbezogenen und translationalen Forschungsfragen.
Weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten, dem Team und den Publikationen finden Sie auf der Website der Medizinischen Klinik III.
Von molekularen Erkenntnissen zur Patientenversorgung
Dr. Lisa Miller-Phillips
Die Forschung von Dr. Lisa Miller-Phillips verbindet die Untersuchung biologischer Eigenschaften von Tumorerkrankungen mit Fragen der praktischen Patientenversorgung.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Metastasierung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei untersucht sie, warum sich Tumorzellen in bestimmten Organen ansiedeln und wie sie mit ihrer unmittelbaren Umgebung zusammenwirken.
Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Frage, ob und wie molekular gestützte Therapieempfehlungen aus dem Molekularen Tumorboard im klinischen Alltag umgesetzt werden. Sie untersucht, welche Faktoren die Umsetzung dieser Empfehlungen fördern oder erschweren. Damit richtet sie den Blick auf einen wichtigen Schritt der Präzisionsonkologie: den Weg von der individuellen Therapieempfehlung zur tatsächlichen Patientenversorgung.