Modellvorhaben Genomsequenzierung

Erweiterte molekulare Diagnostik im Rahmen des Modellvorhabens

Das Modellvorhaben Genomsequenzierung nach § 64e SGB V ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen eine umfassende molekulare Untersuchung von Tumorerkrankungen. Ziel ist es, zusätzliche Informationen über die individuellen molekularen Eigenschaften einer Erkrankung zu gewinnen und diese für die weitere medizinische Versorgung nutzbar zu machen.

Was ist das Modellvorhaben?

Das Modellvorhaben Genomsequenzierung ist ein bundesweites Versorgungsangebot für Patient:innen mit bestimmten seltenen und onkologischen Erkrankungen. Im Bereich der Onkologie können dabei umfangreiche molekulare Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse gemeinsam mit den klinischen Informationen ausgewertet werden.

Am ZPM-O werden Patient:innen, die im Rahmen des Modellvorhabens vorgestellt werden, entlang eines festgelegten diagnostischen und interdisziplinären Prozesses betreut.

GUT ZU WISSEN

Das Modellvorhaben Genomsequenzierung ist einer von mehreren möglichen Wegen der Vorstellung im ZPM-O. Ob eine Teilnahme infrage kommt, wird anhand der individuellen Erkrankungs- und Behandlungssituation geprüft.

Für wen kommt das Modellvorhaben infrage?

Ob eine Teilnahme am Modellvorhaben möglich und sinnvoll ist, hängt von verschiedenen medizinischen und formalen Voraussetzungen ab. Diese werden individuell geprüft.

Patient:innen müssen daher nicht selbst beurteilen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen. Bei einer möglichen Teilnahme werden die nächsten Schritte und die erforderlichen Untersuchungen gemeinsam besprochen.

Wie läuft das Modellvorhaben ab?

01 – Prüfung und Aufnahme

Zunächst wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Modellvorhaben erfüllt sind.

02 – Einwilligung und Proben

Vor Beginn der Untersuchungen werden die erforderliche Einwilligung sowie die benötigten Proben und Informationen eingeholt.

03 – Molekulare Diagnostik

Die Tumorerkrankung wird mit erweiterten molekularen Verfahren untersucht. Die molekularpathologische Diagnostik erfolgt am Pathologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München.

04 – Molekulares Tumorboard

Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den klinischen Informationen im Molekularen Tumorboard fachübergreifend bewertet.

Was bedeutet das Ergebnis für mich?

Die molekulare Untersuchung kann zusätzliche Informationen über die Tumorerkrankung liefern. Die Ergebnisse werden im Molekularen Tumorboard in den individuellen medizinischen Kontext eingeordnet.

Daraus können sich Empfehlungen für das weitere Vorgehen ergeben. Nicht jeder molekulare Befund führt jedoch zu einer neuen oder zielgerichteten Therapie.

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