Was uns auszeichnet
Wir bieten eine hochpräzise, individualisierte Sarkomtherapie, die modernste Diagnostik mit innovativen Behandlungsverfahren verbindet.
Präzise molekulare Diagnostik
Die molekularpathologische Diagnostik erfolgt am eigenen Institut des LMU Klinikums München oder in enger Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT).
Zum Einsatz kommt unter anderem Next-Generation-Sequencing (NGS), ein Verfahren zur detaillierten Analyse der Tumor-DNA, das eine gezielte und personalisierte Therapieplanung ermöglicht.
Modernste Operative Verfahren
Die chirurgische Entfernung ist bei den meisten Sarkomen der zentrale Therapieschritt. Ziel ist eine vollständige Tumorentfernung mit ausreichendem Sicherheitsrand, unter konsequenter Schonung funktionell wichtiger Strukturen. Abhängig von Lokalisation, Ausdehnung und technischer Machbarkeit kommen moderne minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, die eine geringere operative Belastung und eine schnellere Erholung ermöglichen. Bei komplexen Befunden, insbesondere im Retroperitoneum, werden erweiterte Operationstechniken einschließlich multiviszeraler Resektionen oder gefäßchirurgischer Rekonstruktionen eingesetzt. Alle Eingriffe erfolgen unter Nutzung aktueller bildgebender Planungsstrategien und spezialisierter chirurgischer Verfahren mit dem Ziel maximaler onkologischer Sicherheit bei bestmöglichem funktionellem Ergebnis.
Hochpräzise Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist ein zentraler Bestandteil der Sarkombehandlung und kann allein oder in Kombination mit Operationen oder Medikamenten eingesetzt werden. Sie richtet sich gezielt gegen den Tumor und schont gesundes Gewebe. Für die Strahlentherapie stehen moderne, bild- und computergestützte Verfahren zur Verfügung.
Einsatzbereiche
- Vor der Operation: Tumorverkleinerung oder Stabilisierung.
- Nach der Operation: Zerstörung verbliebener Krebszellen zur Senkung des Rückfallrisikos.
- Inoperable Tumoren: Kontrolle des Tumors, wenn eine Operation nicht möglich ist.
- Oligometastasierte Erkrankung: Behandlung weniger Metastasen mit hohen Dosen zur Verzögerung des Fortschreitens und ggf. Aufschub oder Fortführung von Systemtherapien.
- Palliative Therapie: Linderung von Symptomen und Verbesserung der Lebensqualität bei fortgeschrittenen Sarkomen.
Zugang zur Partikeltherapie
Durch die enge Kooperation mit dem Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) haben unsere Patientinnen und Patienten Zugang zur Partikeltherapie, einer besonders schonenden und hochwirksamen Behandlungsoption.
Sie ist insbesondere für Tumoren geeignet, die operativ nicht oder nur mit erheblichem Funktionsverlust behandelbar sind.
Innovative systemische Therapien
Am Klinikum der LMU München wurde die Kombination aus Chemotherapie und Hyperthermie entwickelt und ihre Wirksamkeit international wissenschaftlich publiziert.
Neben der klassischen Chemotherapie kommen zudem zielgerichtete Therapien sowie moderne Immuntherapien im Rahmen klinischer Studien zum Einsatz.
Spezialisierte Hyperthermie
Die Hyperthermie-Einheit der Medizinischen Klinik III verfügt über:
- drei Hyperthermiesysteme zur Behandlung tiefliegender Tumoren im Abdomen-, Becken- und Extremitätenbereich
- ein System für oberflächliche Tumoren
Ein integrierter 1,5-Tesla-Magnetresonanztomograph (MRT) ermöglicht eine dreidimensionale Temperaturüberwachung während der Behandlung.