S3-Leitlinie Umgang mit Suizidalität
In Deutschland nehmen sich jedes Jahr mehr als 9.000 Menschen das Leben. Zudem ist von einer hohen Dunkelziffer an Suizidversuchen auszugehen.
Suizidgedanken haben vielfältige Ursachen; es handelt sich um ein diagnoseübergreifendes Syndrom, dem in der ambulanten und stationären Versorgung Erwachsener mit gezielten Präventionsstrategien begegnet werden muss. Eine deutschsprachige Behandlungsleitlinie ist jedoch nicht verfügbar. Ziel des Projekts ist deshalb die Erstellung einer S3-Leitlinie, die dazu beitragen kann, die Zahl der Suizide und Suizidversuche zu verringern. Hinsichtlich niederschwelliger Angebote ist eine Version der Leitlinie geplant, mit deren Hilfe sich sowohl Betroffene als auch Angehörige und Hinterbliebene informieren können.
Als Leitliniengruppe werden Akteure aus dem ambulanten und stationären psychiatrisch‐psychotherapeutischen Versorgungssystem, aus anderen relevanten Fachgruppen der medizinischen Versorgung sowie aus der Patienten‐ und Angehörigenvertretung zusammenarbeiten. Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für verschiedene ambulante und stationäre Versorgungsbereiche zur Verbesserung der Versorgungsqualität suizidaler Personen.
Erste Ergebnisse wurden im Januar 2025 vorgestellt. Das Projekt wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Derzeit wird der Abschlussbericht erstellt.
Konsortialpartner
Universitätsklinikum Frankfurt, LMU Klinikum, LVR-Klinik Köln
Kontakt
Prof. Dr. Jochen Gensichen