STARCE Angehörige: Einbezug von Angehörigen in die hausärztliche Versorgung psychisch belasteter Patienten
Das Projekt STARCE Angehörige ist im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) verortet und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives Versorgungsmodell für die hausärztliche Behandlung von Patienten mit psychischen Belastungen zu entwickeln und wissenschaftlich zu evaluieren, das Angehörige systematisch in die Behandlung einbezieht.
Ausgangspunkt ist eine transdiagnostische Kurzintervention, die bereits in einer Pilotstudie erfolgreich in der Primärversorgung erprobt wurde (siehe hier). Im Projekt STARCE Angehörige wird dieses Konzept nun weiterentwickelt und um einen strukturierten Task-Sharing-Ansatz ergänzt. Dabei übernehmen Hausärzte und Angehörige klar definierte therapeutische Bausteine in enger Abstimmung miteinander.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Resilienz. Angehörige vermitteln zum einen resilienzbezogene Inhalte an die Betroffenen und unterstützen diese bei der Umsetzung im Alltag. Zum anderen erhalten Angehörige selbst eine strukturierte Resilienzintervention zur Absicherung ihrer Rolle im Behandlungsprozess. Ziel ist es, individuelle Bewältigungsressourcen auf beiden Seiten zu stärken und die Stabilität im Umgang mit psychischen Belastungen nachhaltig zu verbessern.
Im Rahmen der Studie werden Machbarkeit, Akzeptanz und potenzielle Wirksamkeit dieses kollaborativen und resilienzorientierten Versorgungsmodells untersucht. Langfristig soll geprüft werden, ob durch die systematische Einbindung von Angehörigen die psychologische Erstversorgung in der hausärztlichen Praxis nachhaltig verbessert und ergänzt werden kann.
Bei weiterführendem Interesse an dem Projekt können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen:
Daniela Lindemann
Institut für Allgemeinmedizin, LMU Klinikum München