News | 15.09.2026

🕊️ Unser geliebter Dr. Marcus Fischer ist verstorben 


Die Abteilung Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin trauert um ihren Freund, Kollegen und hervorragenden Arzt Dr. Marcus Fischer.

Marcus ist am 18. August 2026 im Alter von nur 52 Jahren nach schwerer Erkrankung viel zu früh verstorben. Seinen langen Krankheitsweg hat er mit großer Tapferkeit und einem bewundernswerten Optimismus getragen.

Marcus wurde im September 1973 in Lippstadt in Nordrhein-Westfalen geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin in Greifswald und Freiburg begann er seine ärztliche Tätigkeit als Arzt im Praktikum an der Universitäts-Kinderklinik Würzburg. Anschließend wechselte er an die Technische Universität München. Nach seiner Promotion im Jahr 2003 nahm er zunächst eine Weiterbildung in der Herzchirurgie in Ulm auf. Schon bald zog es ihn jedoch zurück in die Kinderheilkunde, sodass er seine Weiterbildung von 2004 bis 2006 an der Kinderklinik Bayreuth fortsetzte.

Im Juli 2006 wechselte Marcus an das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen. Dort schloss er 2008 seine Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und 2014 seine Schwerpunktweiterbildung in der Kinderkardiologie ab. Darüber hinaus qualifizierte er sich als hygienebeauftragter Arzt. Im Jahr 2013 wurde er zum Funktionsoberarzt und im Jahr 2014 zum Oberarzt am HDZ NRW ernannt.

Seit Januar 2016 war Marcus als Oberarzt in der Abteilung für Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin am LMU Klinikum tätig. Sein besonderer fachlicher Schwerpunkt lag neben der ambulanten Betreuung erwachsener Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern vor allem in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Herzinsuffizienz sowie in ihrer Betreuung vor und nach einer Herztransplantation. Dieser anspruchsvollen Aufgabe widmete er sich mit außerordentlicher Kompetenz, großer Hingabe und von ganzem Herzen.

Marcus verstand es, zu seinen Patientinnen und Patienten eine stets professionelle und zugleich sehr persönliche Beziehung aufzubauen. Er begleitete sie und ihre Familien durch die Höhen und Tiefen ihrer Erkrankung und hatte jederzeit ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Anliegen. Die notwendige Zeit für seine Patientinnen und Patienten nahm er sich ganz selbstverständlich. Dabei war er stets über alle Einzelheiten ihrer Behandlung ebenso wie über den aktuellen Stand der Wissenschaft umfassend informiert.

Seine klinische Arbeit und seine Expertise fanden weit über unser Haus hinaus große Anerkennung. Bis zuletzt war er Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Thorakale Organtransplantation der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler. Darüber hinaus initiierte und leitete er gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Kongresse zum Thema der pädiatrischen Transplantationsmedizin.

Für uns Kolleginnen und Kollegen war Marcus ein unerschöpflicher Quell fachlichen Wissens. Sein Rat, seine Erfahrung und sein kritischer Blick waren stets gefragt und wurden von uns außerordentlich geschätzt. Zugleich begegnete er uns mit großer Verlässlichkeit, Zugewandtheit und Menschlichkeit und seinem Ihm eigenen besonderen Humor.

Wir verlieren mit Marcus einen hochqualifizierten Kollegen, einen geschätzten Ratgeber und einen ehrlichen und reflektierten Freund. Er hinterlässt in unserem Team eine große Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.

Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten seiner Familie, insbesondere seiner Frau und seiner Tochter.

Am 25. September, ab 18:00 Uhr, werden wir uns im Rahmen einer Trauerfeier in unserer Kapelle gemeinsam von Marcus verabschieden.

Prof. Dr. Nikolaus Haas für alle Kolleginnen und Kollegen sowie das gesamte Team der Abteilung Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin