CAIRS bei Keratokonus
Behandlung mit biologischen Hornhautringsegmenten
CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments) ist ein modernes Verfahren zur Behandlung des Keratokonus und anderer Hornhautektasien. Dabei werden Ringsegmente aus menschlichem Spenderhornhautgewebe in die Hornhaut eingesetzt, um deren Form zu stabilisieren und die Sehqualität zu verbessern.
Die CAIRS-Operation erfolgt stationär und wird in den meisten Fällen in Tropfanästhesie durchgeführt. Mithilfe eines Femtosekundenlasers werden sowohl die Hornhautsegmente aus dem Spendergewebe als auch der Tunnel in der Hornhaut präzise präpariert. Anschließend werden die individuell zugeschnittenen Segmente in die Hornhaut eingesetzt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Hornhautringsegmenten aus Fremdmaterial bestehen CAIRS-Segmente aus biologischem Hornhautgewebe. Durch die Verwendung von menschlichem Hornhautgewebe kann eine besonders gute Gewebeverträglichkeit erreicht werden. Zudem können potenzielle Komplikationen wie Fremdkörperreaktionen oder eine Extrusion der Ringsegmente reduziert werden.
Für wen ist eine CAIRS-Behandlung geeignet?
Eine CAIRS-Behandlung kann insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Keratokonus infrage kommen bei:
- Kontaktlinsenunverträglichkeit
- Unzureichender Sehschärfe mit Brille
- Nicht möglicher Anpassung von Kontaktlinsen oder Brille
Ziele der Keratokonus-Behandlung mit CAIRS
Ziel der Keratokonus-Behandlung ist die Regularisierung der Hornhaut, die Verringerung der Hornhautverkrümmung sowie die Verbesserung der Sehschärfe. Die biologischen Hornhautringsegmente können dazu beitragen, die Hornhaut zu stabilisieren und die optische Qualität des Auges zu verbessern.
Ob eine CAIRS-Operation für Sie geeignet ist, wird nach einer ausführlichen Untersuchung im Augenlaserzentrum der LMU Augenklinik individuell beurteilt.
Terminvereinbarung:
Sekretariat: Fr. S. Süß
Montag-Donnerstag 8.00 bis 15.30 Uhr; Freitag 8.00 bis 11.00 Uhr