Dermatopathologie
Leitung Prof Dr. med. Michael Flaig
Allgemeines
Seit der Geburt des Fachgebiets Dermatologie hat sich die Dermatohistopathologie als zweites unverzichtbares Standbein neben der klinischen Morphologie bei der dermatologischen Diagnostik etabliert. Wie bei keinem anderen Organ des menschlichen Körpers ist an der Haut die Korrelation zwischen makroskopischer und mikroskopischer Morphologie möglich, woraus dem klinisch erfahrenen Dermatopathologen ein besonderer Vorteil bei der feingeweblichen Beurteilung von Hauterkrankungen erwächst.
Zur feingeweblichen Diagnostik werden Schnittpräparate angefertigt, diese mit Standardfärbeverfahren und gegebenenfalls mit weiteren Spezialfärbungen untersucht und nötigenfalls mit immunhistochemischen Färbeverfahren analysiert. Ergänzt werden diese Verfahren durch Methoden der molekularbiologischen Diagnostik zum Nachweis spezieller Krankheitserreger, zur Klonalitätsuntersuchung lymphozytärer Infiltrate, oder zum Nachweis therapierelevanter Mutationen bei soliden Neoplasien.
Dermatopathologie
Makroskopische und mikroskopische Diagnostik mit Standard- und Spezial-färbungen
Mikroskopisch kontrollierte Chirurgie (MKC)
Schnellschnittverfahren und konventionell
Immunhistochemie
Breite Palette an Antikörpern für alle dermatohistologischen Fragestellungen
Immunhistochemische Untersuchungen erfolgen an FFPE-Gewebe mit einem Färbeautomaten.
Eine riesengroße Palette von monoklonalen und polyklonalen Antikörpern steht uns zur Verfügung zur Differenzierung von benignen und malignen Hauttumoren, z.B.
- Neoplasien der Lymphome
- Epidermale Tumore
- Melanozytäre Tumore
- Tumore der Hautanhangsgebilde
- Bindegewebstumore
- Gefäßtumore
- Fettgewebstumore
zum Erreger-Nachweis von
- Spirochäten
- Mykobakterien
- Parasitären Erkrankungen
- Virusbefall
- Pilzerkrankungen
Direkte Immunfluoreszenz (DIF)
Nachweis gewebsgebundener Antikörper und Immunkomplexe in Bezug auf die Auto-immunerkrankungen
Molekulare Pathologie
Erreger-Nachweis, Klonalitätsanalysen, Mutationsanalysen
-
Mykobakterien, Borrelien, Leishmanien, Treponema pallidum, Rickettsien, Herpes-simplex-Virus (HSV1/2), Varizella-Zoster-Virus (VZV), Epstein-Barr-Virus (EBV), Humanes Herpes Virus 8 (HHV-8), Humanes Papilloma Virus (HPV) mit Typisierung.
Hinweis:
An formalin-fixiertem und in Paraffin eingebettetem Gewebe (FFPE) -
T-Zell-Rezeptor-Gene
Leichtes- und schweres Immunglobulin -
BRAF, NRAS, c-KIT
Klinikum der Universität München-Innenstadt
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
80337 München