Plastisch-rekonstruktive & ästhetische Chirurgie
Ziel der plastisch-rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie an der HNO-Klinik des LMU Klinikums München ist es, Form und Funktion wiederherzustellen. Zum Spektrum gehören Gesichtsreanimation bei Gesichtsnervenlähmung, Aufbau einer fehlenden Ohrmuschel, Rekonstruktion nach Tumoroperationen und, wo fachärztlich sinnvoll, Nasenkorrektur, Lidkorrektur, Ohranlegeplastik und Narbenbehandlung.
Allgemeine Informationen
Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie der HNO-Klinik des LMU Klinikums richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Mimik durch eine Gesichtsnervenlähmung beeinträchtigt ist, deren Ohrmuschel fehlt oder fehlgebildet ist oder deren Gesicht nach einer Verletzung, einer Operation oder einem Tumor verändert ist. Zum Spektrum gehören ebenso Korrekturen einer Schiefnase oder abstehender Ohren, die viele Betroffene als Belastung empfinden. Auch bei ästhetischen Wünschen hat der Erhalt oder die Wiederherstellung der Funktion Vorrang.
Behandlungsschwerpunkte
Fazialisreanimation bei Gesichtsnervenlähmung
Ist der Gesichtsnerv vollständig gelähmt (Fazialisparese), bietet die HNO-Klinik des LMU Klinikums München die Fazialisreanimation an. Ziel ist es, damit die Bewegung des Gesichts wiederherzustellen. Zu den Verfahren gehören der Temporalismuskeltransfer zur dynamischen Reanimation, bei dem ein Teil des Schläfenmuskels verlagert wird, die direkte Rekonstruktion des Nervs nach Tumoroperationen und statische Verfahren zum Schutz des Auges.
Ohrmuschelrekonstruktion
Bei einer fehlenden oder fehlgebildeten Ohrmuschel, angeboren als Mikrotie, nach Unfall oder Tumor, wird die Ohrmuschel an der HNO-Klinik des LMU Klinikums München neu aufgebaut, bei Kindern wie bei Erwachsenen. Ist auch das Hörvermögen betroffen, lässt sich der Aufbau mit einem Hörimplantat verbinden.
Nasenkorrektur (Septorhinoplastik)
An der HNO-Klinik des LMU Klinikums werden Nasen aus funktionellen und aus ästhetischen Gründen korrigiert, oft aus beiden zugleich. Bei der Septorhinoplastik operieren die Ärztinnen und Ärzte die innere Struktur und die äußere Form der Nase in einem Eingriff. Eine Schief-, Höcker- oder Sattelnase verlangt jeweils ein eigenes Konzept, ebenso Korrekturen nach mehrfachen Brüchen oder Voroperationen, bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und an der Nasenspitze. Das Konzept entsteht im ambulanten Vorgespräch, in dem geklärt wird, was stört und was sich realistisch korrigieren lässt. Operiert wird meist in Vollnarkose durch die Nasenlöcher.
Augenlider
Nach einer Gesichtsnervenlähmung sind an Ober- und Unterlid häufig Korrekturen nötig, aus funktionellen wie aus ästhetischen Gründen, etwa zum Schutz des Auges. An der HNO-Klinik des LMU Klinikums werden auch Veränderungen der Lider anderer Ursache behandelt, zum Beispiel überschüssige Haut an Ober- oder Unterlid. Die Oberlidplastik erfolgt in örtlicher Betäubung, bei ausgedehnteren Eingriffen in Vollnarkose; die Unterlidplastik wird bis auf wenige Ausnahmen in Vollnarkose vorgenommen. Welche Korrektur infrage kommt, wird in einem ambulanten Vorgespräch geklärt.
Ohranlegeplastik
Für eine Ohranlegeplastik bei abstehenden Ohren wird an der HNO-Klinik des LMU Klinikums eine spezielle Nahttechnik verwendet: Die Vertiefung der Ohrmuschel wird dem Schädelknochen angenähert, bei Bedarf wird zusätzlich die Ohrmuschelfalte stärker ausgeformt. Die Operation wird in einem ambulanten Vorgespräch geplant. Bei Kindern ist der Eingriff etwa ab dem sechsten Lebensjahr in Vollnarkose möglich, bei Erwachsenen auch in örtlicher Betäubung. Die Klinik hat ihre Ergebnisse mit dieser Technik veröffentlicht.
Narben, Eigenfett, Botulinumtoxin
Störende Narben nach Verletzungen oder Operationen werden an der HNO-Klinik des LMU Klinikums chirurgisch oder mit Laser behandelt. Zum Spektrum der Klinik gehören auch Eigenfettunterspritzung, Fettabsaugung und Behandlungen mit Botulinumtoxin, sofern sie medizinisch begründet sind.
Facial Rejuvenation
Die Sprechstunde Facial Rejuvenation der HNO-Klinik des LMU Klinikums München verbindet ästhetische Medizin mit der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Zum Angebot gehören minimalinvasive kosmetische Korrekturen, Behandlungen mit Injektionen, Verfahren der Soft Surgery und die Plasmabehandlung (PLEXR). Einen Schwerpunkt bildet Botulinumtoxin als Therapie bei Gesichtsasymmetrien, bei Dystonien (unwillkürlichen Muskelverkrampfungen) und bei spastischen Störungen der Kopf-Hals-Muskulatur. Die Sprechstunde hält PD Dr. med. Chrisanthi Karapantzou nach Vereinbarung.
Häufige Fragen
Bei vollständiger, dauerhafter Gesichtsnervenlähmung hat ein Muskeltransfer zum Ziel, die aktive Bewegung des Mundwinkels und damit ein Lächeln wiederherzustellen. Ob der Muskeltransfer infrage kommt, hängt von Ursache und Dauer der Lähmung sowie vom Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten ab.
Rein ästhetische Eingriffe sind Selbstzahlerleistungen, die Krankenkasse übernimmt sie nicht. Bei rekonstruktiven Eingriffen, etwa nach einer Fehlbildung, einem Unfall oder einer Tumoroperation, hängt die Kostenübernahme davon ab, ob der Eingriff medizinisch notwendig ist. Über die voraussichtlichen Kosten werden Patientinnen und Patienten an der HNO-Klinik des LMU Klinikums vor dem Eingriff informiert.
An der HNO-Klinik des LMU Klinikums können abstehende Ohren etwa ab dem sechsten Lebensjahr angelegt werden, bei Kindern in Vollnarkose, bei Erwachsenen auch in örtlicher Betäubung.
Termine und Kontakte
Plastische Sprechstunde
Campus Großhadern: Donnerstag 8:00 bis 15:30 Uhr (Dr. Kashani)
Terminvergabe: +49 (0)89 4400-73889
Plastische Sprechstunde Ohr und Fazialis-Sprechstunde
Campus Innenstadt: Freitag (Prof. Hempel), Telefon: +49 (0)89 4400-53641
Facial Rejuvenation nach Vereinbarung, Telefon: +49 (0)89 4400-75981
Fachlich verantwortlich: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Canis, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU Klinikum · Stand Oktober 2026
Gesichtsreanimation bei Gesichtsnervenlähmung, Aufbau einer fehlenden Ohrmuschel, Rekonstruktion nach Tumoroperationen. Dazu ästhetische Eingriffe im Gesicht, wo sie fachärztlich sinnvoll sind.
Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie der HNO-Klinik am LMU Klinikum stellt Form und Funktion wieder her, wenn eine Gesichtsnervenlähmung die Mimik genommen hat, eine Ohrmuschel seit der Geburt fehlt oder eine Tumoroperation Spuren hinterlassen hat. Die Operateure sind Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde mit der Zusatzbezeichnung „Plastische und Ästhetische Operationen". [Bitte bestätigen: für wen die Zusatzbezeichnung gilt] Rekonstruktive Eingriffe nach Fehlbildung, Unfall oder Tumor übernimmt in der Regel die Krankenkasse; über die Kosten ästhetischer Eingriffe informiert die Klinik vor dem Eingriff.