PARTIQ
Partizipative Entwicklung von Qualitätsindikatoren auf Basis klinischer Routinedokumentation zur Abbildung von patient-centred Outcomes und Qualität in der spezialisierten Palliativversorgung (PARTIQ)
Hintergrund
Spezialisierte Palliativversorgung als relevanter Bestandteil der deutschen Gesundheitsversorgung hat die Verbesserung oder den Erhalt der subjektiven Lebensqualität von schwerkranken und sterbenden Menschen, die unter komplexen Bedürfnissen und mehrdimensionaler (physischer, psychosozialer und spirituell-existenzieller) Symptomlast leiden, zum Ziel. Um SPV bedarfsgerecht und betroffenenorientiert gestalten sowie Aussagen zur Versorgungsqualität treffen zu können, sind die Erhebung von patient-centred outcomes (PCO) essenziell. Neben der Unterstützung der individuellen Behandlungsplanung und des Behandlungsmonitorings können die PCO-Daten zur einrichtungsspezifischen und -übergreifenden Qualitätssicherung und -entwicklung dienen. Die auf individueller Ebene in der Routinedokumentation erfassten PCO müssen dazu systematisch anonym erfasst, aggregiert und sinnvoll mit Qualitätsindikatoren, die das klinische Versorgungsgeschehen abbilden, verknüpft und im Rahmen von über
Ziel des Projektes
Ziel des Projektes ist die partizipative Entwicklung eines Sets patient:innenzentrierter Qualitätsindikatoren, das die Versorgungsrealität der SPV abbildet, über klinische Routinedaten und -dokumentation erfassbar ist und eine einrichtungs- sowie settingübergreifende Vergleichbarkeit der Versorgungsqualität ermöglicht.
Vorgehen
In einer Interviewstudie (Teilprojekt 1) werden mittels semistrukturierter Expert:inneninterviews (24 Interviews) und Inhaltsanalyse die Perspektiven relevanter SPV-Stakeholder in Bezug auf PCO im klinischen Versorgungsalltag erhoben. Diese Sichtweisen bilden zusammen mit in der Literatur ermittelten Qualitätsindikatoren die Grundlage für ein mögliches Indikatorenset, welche in dem sich anschließenden Gruppen-Delphi-Verfahren (Teilprojekt 2) von relevanten SPV-Stakeholdern bewertet und konsentiert werden.
greifenden Strukturen (bspw. einem Register zur Qualitätssicherung) analysiert und aufbereitet werden. Derzeit sind entsprechende Qualitätsindikatoren jedoch kaum verfügbar.
Kooperation
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Förderung
Deutsche Palliativstiftung
Laufzeit
April 2025-September 2027