Pflege- und Erziehungsdienst

Wir arbeiten ressourcenorientiert und nach dem Bezugspflegesystem. Verhaltenstherapeutisch orientierte Pädagogik im Gruppenalltag, individuelle Beziehungsangebote, Gruppenaktivitäten und Projektarbeiten sind wesentliche Bestandteile der Arbeit des Pflege- und Erziehungsdienstes. Dieser besteht aus Mitarbeitern der Berufsbereiche Pflege und Pädagogik.

Die Arbeit des Pflege- und Erziehungsdienstes beruht auf 4 Säulen der pflegerischen Prinzipien.

Bezugspflege (inhaltlich)

Jeder Patient hat von der Aufnahme bis zu Entlassung oder Verlegung einen zuständigen Ansprechpartner. Diese übernehmen die Verantwortung für den gesamten Pflegeverlauf mit Erstellung und Aktualisierung der Pflegeplanung in Abstimmung mit dem Patienten und arbeiten mit allen Bezugstherapeuten eng zusammen. Die Pflegeplanung wird in das gemeinsam abgestimmte therapeutische Gesamtkonzept eingebracht.

Bereichspflege (organisatorisch)

Der Mitarbeiter/in übernimmt während einer Schicht die pflegerische Verantwortung für einen Teil der Station.

Realitätsnähe

Alle Pflege- und Erziehungsmaßnahmen, das Training lebenspraktischer Fähigkeiten, der Stationsablauf und das Milieu orientieren sich an der Realität und haben das Ziel, die Patienten zu befähigen, den Alltag nach dem Klinikaufenthalt wieder zu bewältigen.

Organisation

Die Stationen werden durch qualifizierte Stationsleitungen geführt. Das Bezugspflegesystem hat sich als ein wichtiges und erfolgreiches Pflegesystem bewährt. Ein umfangreiches Fortbildungsprogramm und ein intensiver Erfahrungsaustausch mit anderen Kliniken fördert die Kompetenz aller MitarbeiterInnen des Pflege- und Erziehungsdienstes.


Unsere Pflegewissenschaftliche Ausrichtung bezieht sich auf die pflegerischen Prinzipien von Ian Needham, die Lehre von Peplau (zwischenmenschliche Beziehungen), Orem (Selbsthilfe), Kommunikationstechniken nach Rosenberg, die pflegerischen Aktivitäten und Deeskalationsstrategien von Abderhalden und Pädagogik auf der Grundlage der Erziehungswissenschaften.