KOALA-III

Körperbezogene kognitive Bias bei Adoleszenten mit Anorexia nervosa und Adoleszenten mit Übergewicht (KOALA III)

Gefördert durch den Verein Wissenschaft und Forschung (WiFoMed) an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München e. V.

Anorexia nervosa (Magersucht) ist eine psychische Erkrankung, die (meist) durch deutliches Untergewicht und einem intensiven Wunsch nach Kontrolle über das eigene Gewicht gekennzeichnet ist. Des Weiteren geht die Erkrankung mit einer ausgeprägten Körperschemastörung einher. Das bedeutet, dass Betroffene negative Gedanken und Gefühle bezüglich ihres Körpers haben und ihren Körper verzerrt wahrnehmen, sodass sie sich oft weiterhin „zu dick“ fühlen, auch wenn sie stark untergewichtig sind. Die Erkrankung betrifft vor allem Mädchen und junge Frauen und beginnt häufig im Jugendalter.

Wir wissen, dass sowohl Erwachsene als auch Jugendliche, die an Anorexia nervosa erkrankt sind, bestimmte Informationen (z.B. Informationen, die mit Essen, Figur oder Gewicht zu tun haben) anders wahrnehmen als Menschen, die nicht an Anorexia nervosa erkrankt sind. Diese negativen Verzerrungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung bestimmter Informationen nennt man auch „kognitive Bias“. Diese „kognitiven Bias“ für bestimmte Informationen könnten eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung spielen.

In der KOALA III-Studie wollen wir genauer untersuchen, wie Mädchen mit Anorexia nervosa im Vergleich zu Mädchen ohne Essstörung bestimmte körperbezogene Informationen wahrnehmen und verarbeiten. Zudem wollen wir untersuchen, ob bei Jugendlichen ohne Essstörungen das eigene Körpergewicht bei der Wahrnehmung und Verarbeitung körperbezogener Informationen eine Rolle spielt.